Innenstadtwettbewerb 2021/2022

Unsere Innenstädte brauchen Ideen, Tatkraft und Engagement

Mit dem Innenstadtwettbewerb, der im Jahr 2021/2022 erstmals durch das Bündnis lebendige Innenstädte für das gesamte Land Brandenburg ausgelobt wurde, werden konkrete Vorhaben und Initiativen gewürdigt, die einen Beitrag dazu leisten, die Innenstadt als Erlebnisraum und lebendigen Mittelpunkt der Stadtgesellschaft zu stärken, die Begegnung und Austausch anregen und die lokale Identität stärken.

Am 2. Mai 2022 fand die Preisverleihung in Frankfurt (Oder) statt. Informationen zu den Preisträgerinnen und Preisträgern finden Sie hier.

© IHK Ostbrandenburg

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© B.B.S.M.

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Erlebnisraum Innenstadt – lebendig, vielfältig, attraktiv

Brandenburgs Innenstädte sind Räume der vielfältigen Begegnung und gleichermaßen unverwechselbare Identifikationsorte. Kurzum: sie sind die Herzen unserer Städte. Ob auf den Marktplätzen oder in den Rathäusern, den Schulen oder Cafés – hier findet städtisches Leben in all seinen Formen und Facetten statt. Gleichzeitig versorgen uns die Innenstädte mit allem, was wichtig ist.

Die Zunahme des Online-Shoppings, die Corona-Pandemie, der demographische Wandel und die veränderten Lebensstile stellen die Innenstädte vor große Herausforderungen und sind gleichzeitig Auslöser für neue Impulse und Entwicklungen.

Mit dem Innenstadtwettbewerb wollte das Bündnis für lebendige Innenstädte all diejenigen ermutigen, die Verantwortung für die Innenstadt übernehmen und sie zukunftsfähig gestalten wollen, den Herausforderungen kreativ zu begegnen und die Innenstadt als Erlebnisraum und Ort gesellschaftlicher Begegnung zu stärken. Die vielen guten Beispiele dafür sollten im Wettbewerb zusammengetragen werden, um dem Engagement ein Gesicht zu geben und die Beteiligten als Mutmacher und Inspiration für andere zu würdigen.

Wettbewerbskategorien

Der Wettbewerb wurde in zwei Themenbereiche unterteilt:

  • Themenbereich A: Räume weiterdenken – kreative Nutzungsideen
  • Themenbereich B: Lebendige Innenstadt – Aktionen, Kampagnen, Events

Allen Wettbewerbsbeiträgen sollten gleiche Chancen eingeräumt werden. Daher wurden die Beiträge aus kleineren Städten und solche aus größeren Städten in jeweils eigenen Wettbewerbsgruppen zusammengefasst.

Themenbereich A: Räume weiterdenken – kreative Nutzungsideen

In diesem Themenbereich wurden Beiträge prämiert, bei denen Gebäude und öffentliche Räume über ihre alte Nutzung hinaus weitergedacht werden. Gesucht wurden innovative Strategien zum Umgang mit Leerstand, kreative auch temporäre Nutzungsideen, die zu einer Neubelebung von (Frei-)Räumen und alten Bauwerken beitragen und damit die Innenstädte dauerhaft positiv beeinflussen. Es waren aber auch Kooperations- und Vernetzungsaktivitäten zur Einreichung eingeladen, die lokales Engagement nachhaltig stärken, die Ortsbindung unterstützen und einen Rahmen für innovative Projekte bilden

Themenbereich B: Lebendige Innenstadt – Aktionen, Kampagnen, Events

In diesem Themenbereich wurden kreative Veranstaltungsformate und temporäre Aktionen prä­miert, durch die ein Besuch der Innenstadt zum besonderen Erlebnis wird. Es wurden Aktionen, Kampagnen und Events gesucht, die über den Tellerrand hinausblicken und einen Perspektivwechsel anregen, unterschiedliche Gruppen einbeziehen und Raum für Begegnung schaffen.

Die Preisträgerinnen und Preisträger des Innenstadtwettbewerbs 2021/22

Kategorie A: Räume weiterdenken – kreative Nutzungsideen

1. Preise

STADTBAD Kunstforum Brandenburg – vom Gedächtnis zur Vision STADTBAD Kunstforum Brandenburg gemeinsam mit u.a. den Stadtwerken Brandenburg an der Havel, der Stadt Brandenburg a.d.H., dem Gebäudeeigentümer und dem Marienbad

Das 1930 errichtete und im Jahr 2000 geschlossene Stadtbad in Brandenburg a.d.H. ist ein kul-turhistorisches Wahrzeichen der Stadt mit hohem Identifikationswert. Dieser Ort soll als „Stadt-bad Kunstforum Brandenburg“ wieder ein öffentlicher Raum werden. Der Wettbewerbsbeitrag legt den Fokus auf die Aktivierung und Teilhabe der Brandenburger Bevölkerung, indem das Stadtbad zum kulturellen Erinnerungs- und Erzählort, zu einem Kunst- und Ausstellungsort, einem künstlerisch-wissenschaftlichen Laborort sowie zu einem internationalen Kunst-Schaufenster und Wettbewerbsort werden soll.

Aus Sicht der Jury besonders hervorzuheben ist, dass der Ort eine besondere Strahlkraft entwickeln kann, die weit über das Gebäude hinaus ausstrahlt. Es wird ein sehr breiter Ansatz verfolgt, um die Stadtbevölkerung einzubeziehen und ihre Erinnerungen an das Stadtbad mit Fotos, Filmen, Texten, Objekten oder Interviews „einzusammeln“ und sichtbar zu machen.

Das Plakat des Beitrags “STADTBAD Kunstforum Brandenburg” finden Sie hier.

Pop-Up-Regionalmärkte für Werneuchen Stadt Werneuchen, platform Werneuchen und Regionalpark Barnimer Feldmark e.V.

Leider geben so manche Bahnhofsgebäude im Land Brandenburg, so wie der leerstehende Bahnhof in Werneuchen, noch ein sehr trauriges Bild ab. Die Initiative plant daher den Bahnhof in Werneuchen langfristig zu sanieren und wieder in Nutzung zu bringen. Es sollen Bahnhofsfunktionen wie Wartebereich und Ticketverkauf, ein Café sowie Übernachtungsmöglichkeiten und ein Coworking-Space entstehen. Im ehemaligen Güterschuppen soll eine Markt- und Veranstaltungshalle entstehen. Da dies ein längerer Prozess ist, soll in der Zwischenzeit ein Pop-Up-Regionalmarkt etabliert werden. Dafür wird der Bahnhofsvorplatz genutzt. Eingeladen werden Produzenten und Unternehmen aus der Region, um ihre Produkte anzubieten. Ein Rahmenprogramm aus Musikvorführungen, kleinen Ausstellungen oder Workshops soll den Regionalmarkt ergänzen. Beteiligte Betriebe sind z.B. eine lokale Mosterei, ein Kräuterbauer aus dem Nachbardorf, eine lokale Bäckerei und eine lokale Brauerei sowie ein Kaffeeunternehmen.

Die Jury hat die Idee begeistert, mit dem Bahnhof schrittweise wieder einen Treffpunkt zu schaffen und in einer Stadt in der im letzten Jahr selbst das letzte Cafe schließen musste. Mit einer innovativen Idee wird hier vor allem auf die Stärkung der regionalen Netzwerke und Erzeuger gesetzt.

Das Plakat des Beitrags “Pop-Up-Regionalmärkte für Werneuchen” finden Sie hier.

2. Preise

Junges Leben in alten Räumen – Jugendcafé wird Oranienburger Innenstadt bereichern Netzwerk Jugendcafé u.a. mit dabei das Geschäftsstraßenmanagement, der Jugendbeirat der Stadt und die Stadt Oranienburg

Zentral in Oranienburg soll mit dem Jugendcafé ein Ort für junge Menschen entstehen. Die Idee dazu ist im Ergebnis unterschiedlicher Beteiligungsformate zur Belebung der Innenstadt entstanden. Das Café soll ein Raum zum Verweilen, mit vielfältigen Nutzungsoptionen, ansprechender Ausstattung und einem Versorgungsangebot sein. Im selben Haus wird auch das Geschäftsstraßenmanagement angesiedelt. Der Jugendbeirat wird einen eigenen Raum im Cafè beziehen. Außerdem soll eine aktive Partnerschaft mit der Bibliothek und allen weiterführenden Schulen etabliert werden. Im Rahmen des ExWoSt-Forschungsprojektes „Kreative Ideen junger Menschen für die Innenstadt“ wird das Jugendcafé über ca. ein Jahr begleitet. So soll sichergestellt werden, dass verschiedene Initiativen und Perspektiven gut zusammengeführt werden und der Fokus auf die Innenstadt erhalten bleibt.

Aus Sicht der Jury besonders hervorzuheben ist die Förderung der multifunktionalen Innenstadt, indem soziale, gewerbliche und kulturelle Nutzungen verknüpft werden und der damit verbundene Netzwerkgedanke, der sich durch das gesamte Projekt zieht. Dieser wird durch die direkte Nachbarschaft bspw. zum Geschäftsstraßenmanagement unterstrichen.

Das Plakat des Beitrags “Junges Leben in alten Räumen – Jugendcafé wird Oranienburger Innenstadt bereichern” finden Sie hier.

Kulturkombinat – ein neuer Begegnungsort für Perleberg Kulturkombinat Perleberg e.V. zusammen mit vielen weiteren Partner wie dem Kreisjugendring Prignitz, der Behindertenwohngruppe des CJD und dem Seniorenbeirat der Stadt Perleberg

Der Hinterhof des ehemaligen Hoffmanns Hotel in der Perleberger Innenstadt wurde mit viel ehrenamtlichem Engagement zu einem Open-Air-Kulturort umgewandelt. Der völlig verwilderte Hof wurde aufgeräumt, ein kleines Café im Werkstattraum gebaut, Sanitäranlagen installiert und Infrastruktur für einen Gastronomie- und Veranstaltungsbetrieb im Open Air Bereich geschaffen. 2021 gab es eine erste Pilot-Veranstaltungsreihe. Geplant für 2022 sind Podiumsgespräche, Filmvorführungen, Live-Konzerte und Spieleabende. In einem nächsten Schritt soll nun die zum Hof gehörende Remise hergerichtet werden, um damit Möglichkeiten zu schaffen, Veranstaltungen bei schlechtem Wetter in einem Innenraum durchführen zu können.

Die Jury hat das lokal etablierte Kulturzentrum ausgewählt, weil es ein kultureller Leuchtturm in der Region ist, der zeigt, was ehrenamtliches Engagement ermöglicht. Eine Besonderheit des Beitrags ist aus Sicht der Jury die stetige Weiterentwicklung des Ortes. Behutsam wurden schrittweise das Areal und die Gebäude nutzbar gemacht.

Das Plakat des Beitrags “Kulturkombinat – ein neuer Begegnungsort für Perleberg” finden Sie hier.

3. Preise

Frankfurter Hahnenschrei – Gemeinsam machen wir unsere Stadt erlebbar! Händlerstammtisch und Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder) GmbH

Das Projekt Frankfurter „Hahnenschrei“ geht auf eine Aktion zurück, die vor 15 Jahren von Stu-dierenden initiiert wurde und bei der 34 künstlerisch gestaltete Hahn-Figuren entstanden (Polyester-Gießharz jeweils 1,60 m hoch). Nach der zentralen Aktion bei der die Hähne innerorts ausgestellt wurden, wurden sie von ganz unterschiedlichen Akteuren in der Stadt „in Pflege genommen“ und waren weit über die Stadt zerstreut. Jetzt sollen die beteiligten Personen sowie die Hahn-Figuren wieder in der Innenstadt vereint werden und den Auftakt zu gemeinschaftlichen Aktionen bilden. Verbunden damit ist eine Marketingstrategie unter dem Motto „Frankfurt wird hahnsinnig“. Darüber hinaus hat sich der Verbund zum Ziel gesetzt, Erlebnisorte in der Innenstadt zu schaffen. Geplant sind in der Innenstadt künstlerische oder performative Inszenierung von Schaufenstern, Darbietungen von Musikern und anderen Künstlern auf den Straßen, eine temporäre Galerie oder die Inszenierung von Gebäudefassaden durch Lichtinstallationen.

Aus Sicht der Jury besonders hervorzuheben ist, bei diesem Beitrag die starke Einbindung von unterschiedlichsten Akteuren und Unternehmen aus Frankfurt (Oder). Wünschenswert wäre allerdings eine noch stärkere Zusammenarbeit der verschiedenen Initiativen, die sich um eine Belebung der Innenstadt bemühen.

Das Plakat des Beitrags “Frankfurter Hahnenschrei – Gemeinsam machen wir unsere Stadt erlebbar!” finden Sie hier.

Seelower Innenstadt erobern – ungenutzte Flächen beleben Interessengemeinschaft “Wir für Seelow” und Stadt Seelow

Ziel ist es, eine wenig genutzte Straße sowie eine Grünfläche in zentraler Lage am Marktplatz temporär vielfältiger zu nutzen. Dazu erfolgt eine vorerst temporäre Sperrung der Straße. Die Flächen bieten in dieser Zeit Raum für unterschiedliche Aktionen und Nutzungen. Unterstützt werden die Nutzungen durch flexibles Stadtmobiliar und temporäre Ausstellungsflächen. Damit soll die Fläche zu einem Rückzugsraum in der Innenstadt werden. Darüber hinaus kann die Fläche für Außenbestuhlung von anliegender Gastronomie genutzt werden.

Die Jury hat besonders überzeugt, dass die Gestaltung der Flächen in einem partizipativen Pro-zess entwickelt und dass auf Grundlage der Erfahrungen aus diesem Jahr eine langfristige Per-spektive für den Raum entwickelt werden soll.

Das Plakat des Beitrags “Seelower Innenstadt erobern – ungenutzte Flächen beleben” finden Sie hier.

Kategorie B: Lebendige Innenstadt – Aktionen, Kampagnen, Events

1. Preise

Essen ist fertig – Unser Sommer in der Stadt Stadtverein Eberswalde e.V. und Stadt Eberswalde sowie die Kochkommode, das Eiscafé Venezia Piazza und die Eberswalder Wurst GmbH

Essen ist fertig! Mit diesem Ruf kommt die Familie zusammen. Am zentralen Platz im Haus – dem Esstisch. Genau das macht die Stadtfamilie auch, wenn die Köche der Stadt nach einem Show-Kochen auf dem Marktplatz rufen: „Essen ist fertig!“ – lokal, regional und international. Das gemeinsame Essen wird begleitet von einer Vielfalt von kulinarischem Angebot, Einkaufserlebnis, Handwerk, Kultur und Kreatives. Nach einem Auftakt sind weitere Veranstaltungen in der Reihe geplant.

Die Jury hat die Idee begeistert, diese wohlbekannte Szene in den Stadtraum zu holen. Mit überschaubaren Mitteln schafft es die Initiative, den Anstoß zu geben, den Marktplatz als Ort zum Verweilen, Essen und Austauschen zu nutzen. Mit dem vielfältigen Programm und der Einbindung lokaler Akteure sowie der Nutzung regionaler Produkte werden zukunftsweisende Themen aufgegriffen und in die Stadtgesellschaft getragen.

Das Plakat des Beitrags “Essen ist fertig – Unser Sommer in der Stadt” finden Sie hier.

Cirque de la Musique in der Wittenberger Innenstadt Wittenberger Interessenring e.V. WIR, Elblandfestspiele e.V., Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) Prignitz GmbH und Stadt Wittenberge

Die überregional bekannten Elblandfestspiele sollen zum Mittelpunkt eines neuen Veranstaltungsformats zur Belebung der Innenstadt Wittenberges werden. Die besondere At-mosphäre der Elblandfestspiele sollen dieses Jahr vom Festspielort bis in die Innenstadt getragen werden. Die Innenstadt wird unter dem Motto „Cirque de la Musique“ zur bunten Zirkuswelt durch Clowns, Kindertanzgruppen, ein Schulzirkusprojekt, eine Künstlergruppe u.v.m.

Aus Sicht der Jury erkennt das Projekt ein bisher ungenutztes Potenzial für die Innenstadt Wit-tenberges und schafft eine neue Verknüpfung zu einer bestehenden Veranstaltung. Die lokale Identifikation mit den Elblandfestspielen wird aufgegriffen und Besucherströme die in die Stadt kommen, werden in die Innenstadt gelenkt und damit Synergieeffekte mit der Innenstadtwirtschaft gefördert.

Das Plakat des Beitrags “Cirque de la Musique in der Wittenberger Innenstadt” finden Sie hier.

2. Preise

Auf ein Wort – Falkenseer Poesiesommer Interessengruppe Zentrum Falkensee zu der u.a. das Zentrumsmanagement Fal-kensee, die Lenkungsgruppe Innenstadt, der Förderverein der Stadtbibliothek, die Galerie Schneeweiß und weitere Akteure gehören

Literatur und Poesie soll im Zentrum Falkensees stehen. Ein vielfältiges Programm aus Lesun-gen und literarische Führungen verknüpft die unzusammenhängende Innenstadt und lädt Bewohnerinnen und Bewohner sowie Besucherinnen und Besucher über den Sommer ein, die literarische Seite der Stadt zu entdecken. Die Schaufenster der Läden und Fassaden von öffentlichen Gebäuden werden in dieser Zeit mit Gedichten und Textpassagen geschmückt und machen so auf die Veranstaltung aufmerksam.

Der Falkenseer Poesiesommer stellt für die Jury eine gelungene Weiterentwicklung eines Literaturfestivals dar. Besonders hervorzuheben ist das verbindende Element der strukturbedingt heterogenen Innenstadt. Das Projekt schafft es, durch Gestaltungselemente im Stadtraum und verschiedene Veranstaltungsformate vielfältig präsent zu sein. Die Jury lobt insbesondere den innovativen Einsatz von Kalligraphie bei der Gestaltung von Schaufenstern und an öffentlichen Gebäuden sowie die Einbindung lokaler Schriftsteller und Bewohner. Das Projekt zeigt, wie lokale Besonderheiten und Impulse genutzt und hervorgehoben werden können.

Das Plakat des Beitrags “Auf ein Wort – Falkenseer Poesiesommer” finden Sie hier.

Zeuthen Open Streets Zeuthen Open Streets und Gemeinde Zeuthen

Das Projekt Zeuthen Open Streets will durch die temporäre Sperrung von Straßen im Zentrum Zeuthens einen Aktionsraum für Bewohnerinnen und Bewohner schaffen. Die Aktivitäten rei-chen vom Flohmarkt über einen Fahrradparcours bis zu Konzerten und der Vorstellung von Ge-werbe, Vereinen, Projekten oder Schulen. Die Initiative will dem Bedeutungsverlust des Zentrums etwas entgegensetzen. Während der Aktionen im öffentlichen Raum zeigt sich das Zentrum als attraktiver und erlebnisreicher Ort – dies soll auch langfristig Realität werden.

Die Jury beeindruckte die stetige Weiterentwicklung der Zeuthen Open Streets indem unterschiedliche Straßenräume bespielt werden sollen. Die Projektgruppe kann dabei nur im Verbund mit anderen Akteuren in der Gemeinde agieren und pflegt daher die stetige Zusammenarbeit. Dadurch wirkt sie auch als Keimzelle für weitere Ideen für die Gemeinde.

Das Plakat des Beitrags “Zeuthen Open Streets” finden Sie hier.

3. Preise

Interaktive, digitale Erlebnistouren im Spremberger Zentrum Projektteam „interaktive, digitale Erlebnistouren“ zu der u.a. das Citymanagement der Stadt Spremberg, der City-Werbering und die Spremberger Kino und Kultur GmbH gehören

Die Initiative plant, digitale, interaktive und kostenlose Erlebnistouren durch Spremberg. Es sol-len thematische Touren angeboten werden, die verschiedene Zielgruppen ansprechen. Die Nutzer sollen auf unterhaltsame und lehrreiche Art und Weise durch das Stadtzentrum Sprembergs geleitet werden und dabei spannende Hintergrundinformationen erhalten. Mit Audiospuren, Videos und spielerischen Elementen wird für den Nutzer eine Erlebniswelt geschaffen, die mithilfe von Augmented Reality sichtbar gemacht werden soll. Ein Schwerpunkt liegt auf der Integration der Innenstadthändler und -gastronomen, z.B. als Stationen der Tour.

Aus Sicht der Jury zeigt das Projekt die Potenziale, die neue digitale Techniken für Stadttouren bieten. Die Ausgestaltung mit Elementen der Augmented Reality ist besonders vielversprechend für jüngere Nutzer, bietet gleichzeitig aber auch Potenzial für ältere Nutzer.

Das Plakat des Beitrags “Interaktive, digitale Erlebnistouren im Spremberger Zentrum” finden Sie hier.

Kultursommer 2022 (vielseitig, attraktiv, erlebnisreich, lebendig, ganzjährig, …) Kooperation Interessengemeinschaft Altstadt Lübbenau e.V. zusammen mit der Spreewald-Touristinformation Lübbenau e.V. und der Stadt Lübbenau/Spreewald

Schon im Jahr 2021 hat die Stadt Lübbenau die Idee entwickelt, vor dem Hintergrund der Corona-Situation nicht mehr auf ein großes Event – das traditionelle Spreewald- und Schützenfest“ zu setzen sondern die Aktivitäten auf den gesamten Sommer auszudehnen. Diese Idee wurde nochmals weiterentwickelt. Mit dem Kultursommer 2022 soll den Besucherinnen und Besuchern aber auch den Bewohnerinnen und Bewohner ein vielfältiges Kulturprogramm in der Innenstadt geboten werden. Bestandteil sind zum Beispiel ein Konzert, ein Kinderfest oder der Markt der Traditionen. Auch außerhalb von Veranstaltungen ist der Kultursommer mit Menschen in Tracht, mobilen Bands oder Walking Acts sichtbar. Die Einbindung lokaler Akteure und Traditionen ist zentraler Bestandteil der Ausgestaltung des Programms.

Die Jury lobt vor allem die Ausgestaltung einer traditionsreichen Veranstaltung als Veranstal-tungsreihe über den gesamten Sommer, was neue Möglichkeiten für das Programm eröffnet und die Besucherzahl erweitert. Durch die Einbindung der lokalen Akteure, stärkt der Kultursommer auch die eigene Identität der Bewohnerinnen und Bewohner mit ihrer Stadt.

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Sonderpreise

Aktion für Welzow: Nachhaltigkeit – Mach mit! Initiative Lindenprojekt und Stadt Welzow

Traditionelle Lausitzer Landwirtschaft soll im Zentrum von Welzow durch die Nutzung brach liegender Flächen und den Nachbau einer historischen Scheune in alter Handwerkstechnik in die Mitte Welzows rücken. Die Ernte soll in Workshops gemeinsam verarbeitet werden und eröffnet neuartige Kultur- und Beteiligungsangebote in der Welzower Innenstadt.

Die Jury wertet die regional und nachhaltig aufgestellte Initiative als besonders innovativ und progressiv für die Gemeindegröße.

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Die Vielfalt – Kyritz an der Knatter Stadt Kyritz und regionale Unternehmen

Influencer sollen mittels einer persönlichen Berichterstattung aus Kyritz unterschiedliche Ziel-gruppen ansprechen. Die Stadt soll dadurch als Urlaubs- und Ausflugsdestination für Caravaning, längere Familien-und Gruppenurlaube, Wochenend- und Tagesausflüger attraktiv werden.

Dieser besondere, innovative Weg, Stadtmarketing zu betreiben ist aus Sicht der Jury preiswürdig. Potenzial bietet das Projekt insbesondere im Hinblick auf die Übertragbarkeit auf andere Kommunen in Brandenburg.

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Neues Leben und Arbeiten im Ortskern von Wiesenburg/Mark Gemeinde Wiesenburg/Mark und Team Aktive Regionalentwicklung 

Neue Formen des Lebens und Arbeitens sollen die Ortsmitte in Wiesenburg beleben und neue Perspektiven für den Ortskern eröffnen. Eine langfristige Strategie beinhaltet Ansätze, um durch Coworking, CoLiving und Sharing-Economy Leerstand im Zentrum der Gemeinde zu reduzieren. So soll das Hessehaus zu einem Ort für Coworking und kleinteilige Wohnangebote, werden. Ehrenamtlich durch die Bewohner getragen, soll dort auch ein Repair-Café entstehen. 

Die innovative Idee ist aus Sicht der Jury preiswürdig. Besonders hervorzuheben ist das Potenzial des Projekts als Vorbild für vergleichbare Kommunen in Brandenburg, die damit neue Nutzungsperspektiven für den Ortskern erhalten.

Das Plakat des Beitrags “Neues Leben und Arbeiten im Ortskern von Wiesenburg/Mark” finden Sie hier.

WinterZauberBaum MomentUM Tourismus und Citymanagement Region Schwedt, Nationalpark Unteres Odertal

In der Weihnachtszeit locken individuell gestaltete Weihnachtsbäume und ein Bonusprogramm in die Schwedter Innenstadt.

Die Jury würdigt mit dem Sonderpreis die Initiative des Stadtmarketings, ein niedrigschwelliges Angebot für Einzelhandel und Bewohner zu schaffen. Das Projekt unterstützt das „Wir-Gefühl“ in Schwedt und schafft neue Perspektiven für das Innenstadt-Marketing.

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vv

Nächste Auslobung des Innenstadtwettbewerbs: 2023