Um privates Engagement und die Mobilisierung privater Gelder in der Städtebauförderung anzustoßen, gibt es verschiedene Ansätze. Ein Beispiel dafür sind Verfügungs- und Aktionsfonds, die bundesweit unterschiedlich genutzt werden. Im Gegensatz zu den Aktionsfonds des Förderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ war im Land Brandenburg das Interesse am Instrument der Verfügungsfonds bisher zurückhaltend. Durch die neue Verwaltungsvereinbarung 2026/2027 erhalten diese nun mehr Aufmerksamkeit, da der Fördersatz auf 65 % angehoben wurde.
Die Kooperations-Veranstaltung mit dem Städteforum Brandenburg bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich über Förderbedingungen, Umsetzungsmöglichkeiten und Praxisbeispiele aus Oranienburg, Cottbus-Madlow und Forst (Lausitz) auszutauschen. Neben der Diskussion bestehender Erfahrungen konnten konkrete Fragen an die Fördermittelgeber gerichtet werden.
Drei Empfehlungen lassen sich aus der Veranstaltung ableiten:
- Einfach machen. Verfügungs- und Aktionsfonds nutzen und möglichst unkompliziert, niedrigschwellig und flexibel umsetzen, damit sie tatsächlich genutzt werden und privates Engagement vor Ort ermöglichen.
- Sichtbar machen. Neben den mit den Fonds umgesetzten Projekten sollten auch die Einzahlenden sichtbar werden. Konkrete Bilder und Geschichten machten den Nutzen der Fonds greifbar und können weitere Menschen zum Mitmachen motivieren.
- Abkupfern erlaubt. Sowohl bei der Ausgestaltung des Verfahrens (kommunale Richtlinie, Antragsformulare) als auch auf der Ebene der Projekte, können Erfahrungen der Nachbarkommunen hilfreich sein und sollten genutzt werden
